Freitag, 18. April 2008

Heimtückische Bücherwürmer

Ich erwäge den Versand einer - sehr polemischen - Anfrage an die Hasbro Deutschland GmbH. Nein, es hat nichts mit sauteuren Panini-Bildchen zu tun. Sondern mit dem lieblichen Sammelkartenabenteuer "Magic", mit dem sich Wolf und Bär auf Anregung von Schul- und anderen Leidensgenossen derzeit beschäftigen. Den "Wizards of the Coast Customer Service" wollte ich nur mal fragen, was uns denn noch so erwartet, im Bereich der "Magic"-Kartenfiguren. Die da derzeit wären, unter anderem:
  • Feiger Ghul, aschfahler Ghoul oder der Tote aus Balduvia
  • Grinsender Knorpelfresser
  • Maul der Leere
  • Orkheiler und Blutmaler-Ork
  • Sek`Kuar der Todesbewahrer
  • Scharzer Ritus und Grimmige Ernte
  • Krovikanische Fäule
  • Todesfunke und Seelenfeuer
  • Herz aus kaltem Stahl
  • Schädelkatapult
Besonders gefährlich: die Heimtückischen Bücherwürmer.
Die Regeln dagegen sind rasch verinnerlicht: Für einen Totenbeschwörer etwa ist der Tod der interessanteste Teil des Lebens - vor allem im Kartendeck "Jenseits des Grabes". Mit dem Tod wachsen die dunklen Kräfte und das ist megatoll, denn je mehr Leichen man produziert, desto mehr Futter gibts für die Zombies. Aber keine Panik: die Leichen werden später noch gebraucht, unter anderem für den 3/1 Leichenspielstein. Besonders gut ist es, wenn bestimmte Kreaturen sterben, etwa die Heimtückischen Bücherwürmer.
Unerlässlich für einen spannenden Spielverlauf und nahezu endlose Albtraumvariationen sind gewisse Hintergrundinfos, etwa dass Sek`Kuar vor Jahren lediglich ein einfacher Orkschamane war. Nach einer kargen Mahlzeit aus Mark und Würmern verfiel er in eine tiefe Trance und erlangte später neue Kräfte. Leider raubten ihm diese aber einen grossen Teil seines Verstandes.
Das Spiel heisst, sinnigerweise, "Kälteeinbruch".

Donnerstag, 17. April 2008

schlampen- vs. businesslook

Frau Nessy hat ja recht: vor lauter tüteltütel und erzieherzieh setzt unsereins die Prioritäten punkto Styling zuweilen etwas quer in die Modelandschaft.
cindy
Statt Labels sammeln wir Tipps über nicht ganz so teure Kinderschuhe, wursteln uns in der immergleichen Levi`s durchs Leben und wenn Freundin N. zum gemeinsamen Walking (jawoll! noch so ein Klischee!) immer dieselben Trainingsklamotten anhat, dann deshalb: sie hat nur die einen.
Aber mal ehrlich, Mädels. Liest man solche Humor-Polemik auch in Männerblogs? Jungs, die sich bitter über Adiletten und Bierwampen ihrer Geschlechtsgenossen beklagen? Nein. Denn es ist so: die Meisterinnen im einander argwöhnisch in den Kinderwagen/auf die Aktentasche schielen und neidisch vermuten, die jeweils andere habe ein erfolgreicheres/glücklicheres/ luxuriöseres/ ausgeglicheneres/ gestylteres/entspannteres Leben oder aber zufrieden zu konstatieren, die jeweils andere sei oberflächlicher / egoistischer /dümmer / kurz- oder langhaariger / schlampiger / karrieregeiler / muttihafter /stumpfer und prolliger oder reicher - das sind fürwahr wir Frauen. Oder?

Mittwoch, 16. April 2008

...

....

stumm. sprachlos.

Es ist ja nicht so, dass ich gar nichts Ehrenamtliches mehr täte. Zum Beispiel sitze ich mehrmals jährlich für mehrere Stunden in einem Ausschuss, in dem es hauptsächlich darum geht, gute Ideen für eine Institution hervorzusprudeln oder aber zu -bröseln.
An der letzten Sitzung allerdings habe ich nicht einmal mehr gebröselt. ZU sehr lenkte mich mein gegenübersitzender Ausschusskollege ab, der - unter uns gesagt - eigentlich nie auch nur ein einziges Wort sagt. Auch kein kreatives.
Er sitzt da, schaut entrückt in die Ferne und nickt ab und zu vergeistigt, während der Ausschuss sich ereifert, debattiert, abschweift, referiert und kreatives Wirrwar absondert, aus dem sich ab und zu gute Ideen herausschälen lassen.
Er aber schweigt. Mein Kollege ist ein netter Mensch, ohne jeden Zweifel, aber an der letzten Sitzung machte ich statt kreatives Brainstorming fieberhaft nichts als Hochrechnungen: wieviele Stunden pro Jahr verbringt der schweigsame Beisitzer wohl insgesamt schweigend an verschiedenen Fachsitzungen, rechnete ich zunehmend fassungslos aus? Wieviele stille Sitzungsmitglieder sitzen jedes Jahr ohne ein Wort zu sagen an unzähligen Sitzungstischen, stumm einander anschauend und den schwatzhaften Kreativen vorwurfsvoll auf den Mund starrend? Vieviele Sitzungsstunden, ja -tage werden so weltweit einfach verschwiegen? Wieviele Wochen, gar Monate an Sitzungszeit vertröpfeln so in stumm übereinstimmender Schweigsamkeit?
Als ich das im Stillen während der letzten Ausschussitzung ausrechnete, hat es mir auf der Stelle die Sprache verschlagen.

Donnerstag, 10. April 2008

Und übrigens...

Was ganz genau bedeuten eigentlich die angelsächsischen

XXX

am Schluss von Briefen?

Küsse?
Grüsse?
Alles Liebe?
Was?
Was!?

Mittwoch, 9. April 2008

...

Selbst mit einem Job als
  • Moderatorin einer absolut schwachsinnigen Show im Fernsehen
  • Fachangestellte bei der Wichtig GmbH
  • Verwaltungsratspräsidentin bei der Oberwichtig & Töchter Söhne
  • Leiterin eines Putzinstitutes mit einer einzigen Angestellten
  • Kursorganisatorin bei der Volkshochschule
  • Ordnungsbeauftragte in der Dokumentationsstelle eines grossen Insektizidherstellers
  • Aufsichtsperson im Hochsicherheitsgefängnis
  • Papierkorbleererin bei der IBM
liessen sich mehr Lorbeeren ernten als für die zermürbende und ermüdende Hin- und Herspringerei zwischen Geldverdienarbeit und Bären- und Wolfdompteuse. Ich werde künftig aus lauter Trotz "Nichts!" sagen auf die wirklich allerwichtigste Frage der Welt: "Was arbeiten Sie?"

Mittwoch, 2. April 2008

Ooooh, Paris! (I)

Melancholische Akkordeonmusik, ein Hauch von Tristesse und Edith Piaf in der Luft: Montmartre im März.
mont
Bär und Wolf sitzen einträchtig auf ihren Bistrostühlen, vor sich ein wärmendes Getränk. Der Wolf skizziert auf dem Papiertischtuch Kunstvolles, der Bär beobachtet die Szenerie in Denkerpose. Lange. Und spricht:

"Ich weiss jetzt, warum das hier Künstlerviertel heisst.
Weil jede Viertelminute ein Künstler vorbeikommt und fragt, ob er uns abzeichnen soll."

Freitag, 21. März 2008

Ja, eben

"Glücklichsein würde dort anfangen, wo man sich auf die Spur dessen begibt, was einen eigentlich selber ausmacht."

Kinderpsychiater und Krimiautor ("Die Süsse des Lebens") Paulus Hochgatterer im Interview mit dem Online-Jugendmagazin fm5

Donnerstag, 20. März 2008

und Freitags, äh, Mittwochs Osterhase

Der Wolf verschlingt einen Osterhasen. Aus Schokolade. Mit Mandelsplittern. Und knurrt: "Kannst Du das nächste Mal einen ohne Gräten kaufen?"


gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


Simone Buchholz
Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
Doctor Sleep


Paul Auster
Winter Journal

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mailto: chamaeleon123@hotmail.com countonyou: X-Stat.de

Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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(...)
aaaargh!
aha!
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getting older
HAHA!
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