Sonntag, 14. Oktober 2007

Stapel vs. Leere

Ich bin ja - bitte liebe Hirnforscher, belehrt mích eines Besseren - der festen Überzeugung, dass Männer und Frauen zweierlei Hirnregionen aktivieren, um das herzustellen, was sie sich unter "Ordnung" vorstellen. Feldforschungen unternehme ich jedes Mal, nachdem der Liebste die Küche aufgeräumt hat.
Nicht dass ich als eingetragenes Mitglied der Anonymen Beinahe-Messies als Ordnungsfanatikerin gelten würde. Aber ich breche in hysterisches Kichern aus, wenn ich die - nach des Liebsten Begriff - akkurat aufgeräumte Kochnische mit kritischem Hausfrauenauge inspiziere. Er reiht den Mixer neben dem Dressiersack und dem Kräutermesser auf der Kaffeemaschine aneinander, frisches und altbackenes Brot werden kunstvoll geschichtet und die Pfannen stapeln sich - natürlich der Grösse nach geordnet - auf dem Abtropfsieb. Ein systematisches Chaos - aus meiner Sicht.
Der Liebste nämlich gehört zu jenen, die leere Flaschen auf dem Kühlschrank aufreihen und Milchkartons neben dem Fernseher stapeln, ohne dass ihn das im Geringsten stören würde. Mein ästhetisches Empfinden wird dabei grün im Gesicht und beginnt zu würgen: wenn ich denn endlich mal aufräume, will ich blitzende, leere Flächen und feng-shui-orthodoxe Puristen-Klarheit in den Räumen. Wenigstens für 20 Minuten.
Das birgt Zündstoff, klassischen. Denn wenn ich die ordentlichen Ordnungsstapel jedesmal umräume, denkt sich der ordentliche Liebste zu Recht: der kann man mal wieder gar nichts recht machen. Soll sie doch gleich selber..
Lösungen sind, trotz vermehrter Anstrengung auf dem Gebiet der Feldforschung - noch keine in Sicht. Vielleicht ein ukrainischer Putzmann?


gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


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Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
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Paul Auster
Winter Journal

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Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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