höchste Zeit
In einer Gesellschaft ordentlicher Frühaufsteher dazu verdammt, mich morgens aus dem Bett zu quälen und zu unmenschlichen Zeiten produktiv zu sein, laufe ich nach ein paar Tagen ohne Stundenplan, Wecker und Termine langsam zur Eulen-Hochform auf: morgens um drei räume ich Regale aus und wieder ordentlich ein, blättere lesend in verstaubten Büchern und entwerfe kühne Projekte für das nahende neue Jahr. Dafür schlafe ich bis elf Uhr morgens und die Nachbarin schüttelt missbilligend den sorgfältig frisierten Kopf, wenn ich mittags gänzlich ungestylt zum Briefkasten schlurfe und die Zeitung hole.

Ich weiss nicht, welcher Wochentag gerade ist - ist ja auch egal - und kümmere mich einen Deut um ordinäre Verpflichtungen wie Milch- und Broteinkaufen (das macht der Liebste) oder das angetragene Hüten anderer Kinder (will nicht). Bär und Wolf traben an meiner Seite durch die Wälder und wir denken uns, wir wären in Kanada und die Schlittschuhbahn ein zugefrorener Bergsee.

Ich weiss nicht, welcher Wochentag gerade ist - ist ja auch egal - und kümmere mich einen Deut um ordinäre Verpflichtungen wie Milch- und Broteinkaufen (das macht der Liebste) oder das angetragene Hüten anderer Kinder (will nicht). Bär und Wolf traben an meiner Seite durch die Wälder und wir denken uns, wir wären in Kanada und die Schlittschuhbahn ein zugefrorener Bergsee.
chamäleon123 - 28. Dez, 22:52