Donnerstag, 4. September 2008

cherchez la femme

Etwas verstört hat mich - um beim Thema der Regionalzeitung noch etwas zu verweilen - das Foto unseres Bundespräsidenten bei seinem jährlichen Medienausflug auf der Frontseite einer jener Regionalzeitungen. Darauf zu sehen: Herr Couchepin, mit einer orangen Regenjacke unter dem Arm, umringt von einem Trupp Journalisten im Alter von geschätzten 25 bis 39 Jahren. Die Schreiber haben sich ins Hemd gezwängt (weiss oder hellblau, mit einer mutigen Ausnahme: braun, rechts im Bild. Aber vielleicht ist das der Bodyguard). Die meisten nesteln an ihren Aufnahmegeräten herum oder überlegen sich, souverän lächelnd, kluge Fragen.
Um zum Punkt zu kommen: die einzige Frau im Bild - joggt in Freizeitkleidung an den hart arbeitenden Herren vorbei. Das lässt verschiedene Schlüsse zu:
  • Frauen schreiben ja auch ganz nett. Zu den wirklich wichtigen Anlässen aber schickt man die wirklich bissigen Hunde
  • Frauen habens schön: während die Jungs für Geld und Karriere schwitzen müssen, tuns die Mädels bloss so zum Spass
  • Frauen nehmen die Aufforderungen des Bundespräsidenten zu einem gesünderen Lebensstil und damit zur Senkung der Krankenkassenprämien als einzige wirklich ernst. Arbeiten tun sie vor und nach dem joggen.
  • die joggende Frau ist eine Performance des Gleichstellungsbüros Zimmerwald ob Bern und soll die dauernde Gehetztheit der Frauen zwischen Berufs- und anderen Welten anschaulich versinnbildlichen.
  • der Fotograf (auch er: ein Mann) ist entweder ein Antifeminist oder ein Zyniker
  • Frauen nehmen die Verlautbarungen von Herrn Couchepin über eine liberale Jugendpolitik mit einem versteckten Gähnen zur Kenntnis. Und blasen die warme Luft lieber aus dem Föhn weiter.


gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


Simone Buchholz
Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
Doctor Sleep


Paul Auster
Winter Journal

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Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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(...)
aaaargh!
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