Palaver
Bei einem Gespräch dachte ich gestern intensiv an das untenstehende Zitat von Le Clézio. Vor allem an die erwähnten Schwierigkeiten, denn leider ist es so: ich kann nicht reden. Zwar bin ich der Sprache in anderen Formen durchaus mächtig, aber sobald meine Gedanken, Argumente und vor allem Emotionen via Stimmbänder kommuniziert werden sollen, kommt es zum Datenstau. Ich brabble, stottere, repetiere gebetsmühlenartig Unangebrachtes und dass ich dabei erregt und echauffiert mit den Armen fuchtle und mit den Händen gestikuliere wie eine erboste Süditalienerin, macht die Sache für mein Gegenüber auch nicht gerade angenehmer. Wird es sehr emotional, breche ich auch gerne in Tränen aus oder ich werde laut, ungeachtet der Örtlichkeit.
Könnte ich das alles aufschreiben - mein Leben wäre einfacher. Ich würde das Ganze in Ruhe durchlesen, gewisse Stellen etwas pointierter formulieren und manche sofort wieder streichen. Ich würde meinen Text strukturieren, gliedern, aufteilen und das Wichtigste am Anfang einbringen. Mit einem sorgfältig ausformulierten Schlusswort würde ich unsere Unterhaltung noch einmal kurz rekapitulieren, um dann je nach Gegenüber zu einer versöhnlichen oder messerscharfen Pointe anzusetzen.
In meinem Fall hiesse das Zitat demnach so: Wenn man schreibt, bedeutet das, dass man zum Glück dann nicht redet.
Könnte ich das alles aufschreiben - mein Leben wäre einfacher. Ich würde das Ganze in Ruhe durchlesen, gewisse Stellen etwas pointierter formulieren und manche sofort wieder streichen. Ich würde meinen Text strukturieren, gliedern, aufteilen und das Wichtigste am Anfang einbringen. Mit einem sorgfältig ausformulierten Schlusswort würde ich unsere Unterhaltung noch einmal kurz rekapitulieren, um dann je nach Gegenüber zu einer versöhnlichen oder messerscharfen Pointe anzusetzen.
In meinem Fall hiesse das Zitat demnach so: Wenn man schreibt, bedeutet das, dass man zum Glück dann nicht redet.
chamäleon123 - 16. Sep, 13:50