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Sonntag, 7. Oktober 2007

Erinnerung an....

chili01
...das heimliche Gefühl überlegener Freude als Schulkind über den vermeintlichen Verschreiber eines so klugen Dichters wie des Herrn von Kleist. Denn müsste, so dachte das kleine Chamäleon, damals noch etwas selbstbewusster, "Das Erdbeben von Chili"
nicht vielmehr "Das Erdbeben von Chile" heissen?!

nimm 17

Einkaufen mit Wolf und Bär als Kaufberater: seltsame Jogurts (Schoko-Haselnuss in tarnfarbenartigem Muster, vermutlich in der SuperRTL-Werbung 763486mal gesehen), Lavendel-Heidelbeer-Schokolade und eine Schoggipackung (Caramel) mit Zippverschluss landen im Einkaufswagen. Und Gutzi (helvetisch-regionaler Ausdruck für: Bonbons): "Nimm Zwei".
Der kleine Wolf auf der Heimfahrt:
"Darf ich ein Gutzi?" (Er wartet höflich die Antwort ab, nimmt eins, bietet eins dem Bären an, der dumpf und schweigend über den Spielstand seines Gameboys zuhause nachbrütet, kaut, schluckt und...)
"Darf ich noch eins, schliesslich heissen die "Nimm Zwei"?"
(Die Erziehungsberechtigten nicken resigniert, damit haben sie gerechnet, selber schuld wenn sie diese Werbestrategen-Bonbons auch noch kaufen. Der Wolf kaut wieder (es sind Kaubonbons), schluckt, überlegt und holt zum strategischen Überraschungsangriff aus):
"Ich hätte gerne noch eins", sagt er trotzig, "schliesslich müssen wir keine blöden Schleimer sein und genau das befolgen, was die da auf die Packung schreiben."
Ein kluges Kind. Und sozusagen werberesistent.

Vorsicht Bücher!

"Von frühester Kindheit an war ich ein leidenschaftlicher Leser. Ich wünschte mir nichts als Bücher zu Weihnachten, zwanzig und dreissig gleichzeitig. Bis ich etwa fünfundzwanzig war, ging ich niemals aus dem Haus, ohne dass ich ein Buch oder mehrere unter den Arm geklemmt hatte. Ich las beim Aufstehen, während ich zur Arbeit ging, und memorierte oft lange Passagen meiner Lieblingsdichter. Ich entsinne mich, dass Goethes Faust hierzu gehörte.
Dieses ständige Verschlingen von Büchern hatte vor allem das Ergebnis, dass es mich zu weiterer Empörung entflammte, meinen geheimen Wunsch nach Reisen und Abenteuern aufstachelte und mich gegen die Literatur einnahm. Es flösste mir gegen meine ganze Umgebung Verachtung ein, entfremdete mich allmählich meinen Freunden und verlieh mir jenen eigenbrötlerischen und exzentrischen Charakter, der zur Folge hat, dass man als "sonderbarer Zeitgenosse" bezeichnet wird. "

Henry Miller: Vom grossen Aufstand

vielfarbig:


Renate Dorrestein
Der Ausflug




Henning Mankell
Daisy Sisters


David Lodge
Wie bitte?


be my guest

mailto: chamaeleon123@hotmail.com countonyou: X-Stat.de

Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo DS weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, manchmal aber brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Fussball- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...