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aha!

Sonntag, 11. Oktober 2009

keine zeit?

Ursprünglicher Vorsatz (13 Uhr 07): Verfassen eines Bewerbungsschreibens für eine Bekannte.
Geschätzter Aufwand: 15 Minuten.
Tatsächliche Aktivitäten: Laptop hochgefahren, auf facebook die Schwester begrüsst, bei farmvilleErdbeeren geerntet, mein facebook-Bild angewidert betrachtet, auf google ein Programm gesucht zur Bildbearbeitung, weil ich mich auf Fotos fast immer gar nicht ausstehen kann, ein Programm gefunden und heruntergeladen, in der Zwischenzeit einen Kaffee gezapft, das Programm ausprobiert und Spass daran gehabt, erwogen, den Bären zu einer Grafikerlehre zu bewegen, damit ich in den Genuss von Gratisprogrammen dieser Art käme, den Bruder um Rat gefragt, ein neues Bild bearbeitet und hochgeladen, meine e.mails abgerufen, zwei davon beantwortet, ein drittes ebenfalls erwidert,aber noch nicht abgeschickt, bei einem weiteren heftig ein schlechtes Gewissen empfunden, weil ich in den Ferien keinen einzigen meiner Weiterbildungs-Ordner aufgeschlagen haben, nörgelnden inneren Stimmen, meine Faulheit aufs Heftigste anprangernd, barsch befohlen, sofort den Mund zu halten, auf der Seite des Bilgerverlages geschmökert, weitere Links später in mehreren Büchern probegelesen, mich auf mein ursprüngliches Vorhaben besonnen und den Kopf geschüttelt, die aufblitzenden Gedanken dazu hier festgehalten, auf die Uhr geschaut: 15 Uhr 12. Leer geschluckt. Dann darüber gelacht.
Also jetzt schreibe ich mal die Bewerbung.

Freitag, 21. August 2009

mein leben als mann

Soeben hatte ich hier die niederschmetternde Erkenntnis bildlich vor Augen, dass ich als Mann tatsächlich wesentlich besser ausgesehen hätte denn als Frau.
Aber es gibt selbst für Chamäleons gewisse natürliche Grenzen.

Dienstag, 18. August 2009

heute...

...ist das schon viel einleuchtender. Mein Brand wirbt jetzt für:

* Klamotten die motivieren
Shirts mit coolen Sprüchen für mehr Optimismus, Lebensfreude und Spaß

* Wolf
Günstige Posters, Plakate & Bilder! Große Auswahl an Größen & Motiven.


Ich sollte Geld dafür kriegen, eigentlich.

Dienstag, 2. Juni 2009

so isses

the one and only Totemügerli

Wolf und Bär können es beinahe auswendig.

Und: dieser Bart!

Donnerstag, 28. Mai 2009

auf dem zahnfleisch

"Hinten rechts haben Sie eine leichte Rezession" sagte die Dentalhygienikerin mitfühlend. Die Krise, dachte ich erschauernd, macht auch vor gar nichts Halt.

Mittwoch, 4. März 2009

na also

reading

Freitag, 23. Januar 2009

was? was?

Pha, schweigen wollen, tagelang, dabei bin ich eine von denen, ja wirklich, die sich ständig wiederholen, wenn sie etwas erzählen wollen, und sich verzetteln in kleinste Fitzelchen von Nebengeschichten und zwischendurch immer mal wieder dumpf auf die Tischplatte starren und an den Fingernagelhäutchen rumzupfen, dann wieder sich räuspern und verlegen lächeln, weil: von was haben wir gerade eben geredet? Ach ja, so, und irgendwas wollte ich doch schon lange fragen nur hab ichs jetzt leider schon wieder vergessen und die Blicke des Gegenübers sirren längst wie giftgetränkte Pfeile haarscharf an meinem Kopf vorbei und ich verstumme verunsichert. Endlich.

Donnerstag, 8. Januar 2009

hopphopp

"Diß Leben kömmt mir vor alß eine renne bahn."

Aus dem Gedicht "Abend" von Andreas Gryphius (1614-1664), danke sternenfall

Sonntag, 4. Januar 2009

face your books

Ich bin jetzt also auch in facebook. Ehrlich gesagt nur deshalb, um dem jüngsten Bruder zu beweisen, dass ich dafür noch keineswegs zu alt bin. Aber eigentlich bin ichs doch, habe ich kleinlaut festgestellt, nachdem ich mich morgens um halb drei dabei ertappt habe, wie ich melancholisch das Travel Profile der Schwester angestarrt habe: sie war schon in 1098 Städten 32 verschiedener Länder. Fieberhaft klickte ich mich am nächsten Tag durch die Landkarte – und kam selber bloss auf lausige 18 Länder. Kümmerliche 542 Städte und das nicht einmal ohne Schummeln, denn an viele der Metropolen kann ich mich kaum erinnern oder es handelt sich lediglich um eine Stippvisite auf der Touristeninformation oder in einer lärmigen Bar.

Auch mit meinen facebook-Freunden kann ich nicht trumpfen: ich habe deren vier und drei davon sind Verwandte. Es ist läppisch. Gabriel Vetter hat 179 Freunde, eine, die Milena Moser heisst, listet gar 547 auf und jemand, den ich beruflich kenne und mit dem ich im Jahr so etwa 67 Worte wechsle, zählt Carla Bruni und Kurt Aeschbacher zu seinen Freunden. Aeschbacher, mein Gott, hat selber 1597 Freunde an die er in der Not Messages senden könnte. Wie zum Beispiel jener Wortbeitrag an die Welt von einem Jüngling namens Matter „i ga jetz mau go pfüsele.“

Es kann mein Ansehen nicht einmal aufwerten, wenn ich in der Sparte Persönliches mit meinen vielseitigen Interessen prahle oder mich in skurrilen Gruppen als Mitglied eintrage. Denn wer sagt mir, was angesagt ist in einem weltweiten sozialen Netzwerk? Vielleicht blamiere ich mich unwiderruflich, wenn ich mich als Fan von The Toxic Guineapigs oute oder als jemand, der gerne Himbeeren isst und Knödel verabscheut? Man weiss es nicht und klickt sich orientierungslos herum.

Und wie funktioniert das überhaupt mit den Freundschaften? Das ist ja, mit Verlaub, noch viel komplizierter als im richtigen Leben: soll man frohgemut um die Gunst von jemandem buhlen, den man nur sehr entfernt - zum Beispiel durch Arbeit 2 – kennt? Auch nicht, wenn die Person einflussreiche Freunde hat oder sehr sehr viele, wodurch ich vernetzt würde im Netzwerk und endlich zu mehr Freunden käme, vielleicht sogar zu solchen aus N.Y. oder Chihuahua oder Buenos Aires? Und was, wenn die angebuhlten entnervt die Augen verdrehen, wenn sie meine Freundschaftsanfrage lesen und was, wenn sie sie gar kaltblütig abweisen? Es droht ein Minenfeld von Demütigungen und ich wende mich doch lieber einer vielversprechenderen facebook-Anwendung zu: in „Meine Bücher“ kann man nämlich alles bereits Gelesene eintragen. Damit – immerhin – werde ich eine Weile so beschäftigt sein, dass ich Ablenkung durch Freunde auf keinen Fall gebrauchen kann.

Donnerstag, 1. Januar 2009

best wishes

Dass alle armen Kinder in der ganzen Welt künftig genug zu essen und zu trinken bekommen und dass die Spielzeughändlerin in der sehr kleinen Stadt endlich etwas tiefere Preise gewährt - das wünscht sich der kleine Wolf für das neue Jahr.
Als Chamäleon hält man sich an so unkonkreteWünsche wie Gesundheit, Freundschaft oder dass man sich das Fragen und Suchen auch im 2009 nicht vergällen lassen möge.
Der Liebste war noch nicht ansprechbar. Er sucht seine Skihandschuhe.
Der Bär überlegt noch. "Mehr Toleranz", sagte er zwar auf die Neujahrsfrage schlau. Um aber Sekunden später, als ob nichts wäre, nachzufragen: "Was ist Toleranz?" Nicht, dass man sich noch was einhandelt mit so einem Wunsch.


be my guest

mailto: chamaeleon123@hotmail.com countonyou: X-Stat.de

Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo DS weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, manchmal aber brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Fussball- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...