Frauen, avanti!
Schön ist sie geworden, die neue Denner-Filiale im Einkaufszentrum, schön rot, das wirkt dynamisch und das hat der grosse D im Windschatten der beiden orangen Giganten trotz Aktionspreisen mit Dumping-Verdacht wahrscheinlich nötig. Die Verkäuferin lacht freundlich, obschon sie bereits den zweiten Ladenumbau innert Jahresfrist hinter sich hat: vorher, als sie noch Pick-Pay-Angestellte war, wurden neue Kassenstellen montiert und der Laden in strahlendem Gelb gestrichen auf dass die Kunden noch mehr picken und vor allem payen mögen.
Jetzt sitzt sie halt schon wieder an einem anderen Ort und die zweite Kasse wurde unter der Denner-Aegide wieder demontiert. Das neue Kassen-Rollband läuft leider etwas ruckartig, ständig fallen Weinflaschen um. Wenigstens kippen aber fast keine Bierflaschen, da Denner den Gerstensaft hauptsächlich in Büchsen an den Mann bringt.
Langweiliger ist es halt ein bisschen, im Laden, weil sich die drei Teilzeit-Kolleginnen nach neuen beruflichen Herausforderungen umschauen mussten: jetzt stehen noch der Filialleiter, dessen Stellvertreter und eben die Verkäuferin an der Verkaufsfront. Immerhin ist dies eine hierarchische Rollenverteilung unter den Geschlechtern, die durchaus den helvetischen Normalzustand repräsentiert.
Der Lohn, das ist ja auch nicht mehr selbstverständlich, ist gleich geblieben, freut sich die Verkäuferin und stellt den Dole blanche (Deckeliverschluss) auf dem zum zweiten Mal wieder auf . Dazu gibts eine Woche Ferien mehr. Allerdings sei ihr ein Rätsel, wann die zusätzlichen freien Tage denn im straffen Stundenpensum von drei Personen in der Filiale überhaupt Platz finden sollen, sagt sie und tippt neue Tiefpreise in die neue Kasse. Denn wenn eine der drei Personen Urlaub macht oder Überstunden einzieht, müssen die beiden anderen ihn vertreten, was wiederum nicht ohne Überstunden gehen wird. Eine Katze, findet die Verkäuferin, die sich in den Schwanz beisst.
Immerhin darf sie noch aufs WC, wenn sie denn muss. Denn das ist, wie die Sonntagszeitung heute vermeldet, bei den Kolleginnen aus der Migros nicht mehr selbstverständlich. Dort schreiben neuerdings die McKinsey-Sparschweinchen vor, wann Kassenfrauen zu müssen haben. Liebe Frauen: Avanti!
Jetzt sitzt sie halt schon wieder an einem anderen Ort und die zweite Kasse wurde unter der Denner-Aegide wieder demontiert. Das neue Kassen-Rollband läuft leider etwas ruckartig, ständig fallen Weinflaschen um. Wenigstens kippen aber fast keine Bierflaschen, da Denner den Gerstensaft hauptsächlich in Büchsen an den Mann bringt.
Langweiliger ist es halt ein bisschen, im Laden, weil sich die drei Teilzeit-Kolleginnen nach neuen beruflichen Herausforderungen umschauen mussten: jetzt stehen noch der Filialleiter, dessen Stellvertreter und eben die Verkäuferin an der Verkaufsfront. Immerhin ist dies eine hierarchische Rollenverteilung unter den Geschlechtern, die durchaus den helvetischen Normalzustand repräsentiert.
Der Lohn, das ist ja auch nicht mehr selbstverständlich, ist gleich geblieben, freut sich die Verkäuferin und stellt den Dole blanche (Deckeliverschluss) auf dem zum zweiten Mal wieder auf . Dazu gibts eine Woche Ferien mehr. Allerdings sei ihr ein Rätsel, wann die zusätzlichen freien Tage denn im straffen Stundenpensum von drei Personen in der Filiale überhaupt Platz finden sollen, sagt sie und tippt neue Tiefpreise in die neue Kasse. Denn wenn eine der drei Personen Urlaub macht oder Überstunden einzieht, müssen die beiden anderen ihn vertreten, was wiederum nicht ohne Überstunden gehen wird. Eine Katze, findet die Verkäuferin, die sich in den Schwanz beisst.
Immerhin darf sie noch aufs WC, wenn sie denn muss. Denn das ist, wie die Sonntagszeitung heute vermeldet, bei den Kolleginnen aus der Migros nicht mehr selbstverständlich. Dort schreiben neuerdings die McKinsey-Sparschweinchen vor, wann Kassenfrauen zu müssen haben. Liebe Frauen: Avanti!
chamäleon123 - 11. Jun, 13:20