Das Wiederaufnehmen des Alltags nach der Nordlandexpedition erweist sich als schwer. Träge sitzt man herum, die Hitze! stöhnen alle und wir erinnern uns an die kühle Brise und an das Schaudern beim Anblick des Thermometers um sieben Uhr morgens: 11,5 Grad - im Juli. Eine Woche gilt noch Gnadenfrist: lesen unter dem Kirschenbaum, schlafen unter dem Apfelbaum, Weisswein trinken unter dem Nussbaum. Bäumig.
Dann ein leichtes Schaudern beim Gedanken an Arbeit 2. Arbeit 3 dagegen tut sich fast wie von selbst und Arbeit 1 mit der frisch aufgestockten Gelassenheit sowieso.
Aber schaudern hilft rein gar nichts, man muss sich eben drauf konzentrieren, dass man auch Arbeit 2 im Grunde mit grosser Leidenschaft betreibt, auch wenn die Passion ab und zu gehörig verschüttet wird. Also abschütteln. Und los. Es ist, als müsse ein sehr grosses mechanisches Getriebe langsam wieder in Gang gesetzt werden. Der Nordlandstaub knirscht zwischen den Zahnrädern, nur zögerlich kommt die ganze Apparatur in Schwung. Lieber sässe man unter dem Kirschbaum. Oder sähe den Äpfeln beim Wachsen zu.
