Mittwoch, 4. März 2009

traumjob

Heute nacht habe ich mit Barack Obama Weihnachtssterne gefaltet. Er war sehr nett, allerdings hat er die meiste Arbeit selber erledigt.
Manche Träume stellen einem wirklich vor sehr grosse Rätsel.

na also

reading

Dienstag, 3. März 2009

dark side of the ökobilanz

Ich sehe es ein: Energiesparlampen sind das Gebot der Stunde, es muss sein, es geht nicht mehr anders. Und frühmorgens ist es ja auch ganz nett, wenn die Lichtquelle nach dem Einschalten erst einmal sanft hochdämmert und nach gefühlten 875439 Minuten den Raum so weit erhellt hat, dass man die Hand vor Augen nicht mehr nur schemenhaft sieht.
Aber will man - gehetzt und mit der ellenlangen to-do-Liste des aktuellen Tages in der linken Hand - zum Beispiel nur mal so rasch einen Blick in den Spiegel werfen, bevor man das Haus für Arbeit 2 oder 3 verlässt, wird man von den sparsamen Lichtern voll ausgebremst. L a n g s a m wird es ein bisschen hell nach dem Drücken des Lichtschalters, dann ein kleines bisschen mehr, die Konturen werden ein wenig klarer und wann man ganz genau hinschaut, erkennt man tatsächlich, ob man die graue oder die schwarze Hose trägt und ob man sich schon gekämmt hat. Unterdessen sind aber mindestens 98799 Minuten vergangen, man gähnt und hat bereits 65 Punkte auf der Tagesaufgabenlise abgehakt, zwischendurch rasch das Lavabo geputzt und ein wenig Wäsche gefaltet, so weit sich das im Dämmerlicht erledigen liess. Wird es jetzt hell im Zimmer? Nein, es ist die Sonne, die mittlerweile im Zenit steht und längst ist es zu spät zum Arbeiten und um überhaupt das Haus zu verlassen. L a n g s a m wird es nun doch Licht, zu spät, man verliert die Geduld, droht der Sparlampe mit der Faust und dreht ihr rachsüchtig den Strom ab.
Erst im Neonlicht der Bahnhoftoilette entdeckt man zusammenzuckend, dass man zwei verschiedenfarbige Lidschatten aufgetragen hat und die Hosen drei Fettflecken haben. Das sind eben, denkt man resigniert, die Schattenseiten der Stromsparlampen. Zum Glück ist bereits Nacht. Und bis das Licht der Strassenbeleuchtung (Stromsparlampen!) endlich das Dunkel etwas erhellt, bin ich längst zuhause im Bett. Und knipse erleuchtet erleichtert das Licht aus.

Montag, 2. März 2009

o sole

"Schau, ein Sonnenbrand-Spätzchen", rief der kleine Wolf, als er kürzlich mit allerlei, was da fleuchte und sich sofort tschilpend, quakend, piepsend, schnatternd, trillernd und krächzend näherte, sein Frühstücksbrot teilte.

Rotkehlchen
(danke, diestiens,für das Bild)

Samstag, 21. Februar 2009

was täte bruce?

Heute wurde ich beleidigt. Ein mir bislang völlig unbekannter Herr hat mich, bei einer kurzen Begegnung anlässlich von Arbeit 2, nach einem kurzen Wortwechsel als "dumme Zwetschge" betitelt. Wäre ich Bruce Willis gewesen, ich hätte gelächelt und ihn mit einem gutgezielten Faust...aber ich bin bloss ein gerechtigkeitsfanatisches Chamäleon. Und nun, äh, konsterniert, denn: ich schwöre, ich habe kein Unrecht getan.
ce_2_3_zwetschge
Jetzt brüte ich über finsteren Racheplänen. Soll ich ihn verhexen? Der letzte, den ich mit meinem ganz persönlichen Chamäleonfluch belegt habe, befand sich immerhin 7 Monate später mitten in einer üblen Kampfscheidung. Deshalb: wer weiss? Oder ist das übertrieben für eine blosse Zwetschgenbeschimpfung, notabene eine sehr schmackhafte Frucht, nur ab und zu etwas sauer?
Ich bin unschlüssig. Es stehen zur Wahl:

a)stilles Runterschlucken nach ausgiebigem Zähneknirschen
b)Mail mit cc an zwei Gremien, in denen der Herr Einsitz hat und die einen nicht ganz undirekten Bezug zu Arbeit 2 haben
c)der Fluch
d)eine Karte, auf der stünde: Ihr schräger Ton hat mich verletzt. Schluchz.
e)ein hysterischer Telefonanruf nach drei Stunden (in denen ich mehrere Gläser Amarone (oder Slibovitz? Aus Zwetschgen?) trinke). Am Telefon werde ich ihn als ungerechten Narren beschimpfen und am Schluss, noch immer hysterisch, aufhängen. Man kann ja nicht einmal mehr theatralisch den Hörer auf die Gabel knallen heutzutage.
f)nichts, vergessen.

Fragen XIV

Möglicherweise liest der Bär jetzt den Fremdwörterduden vor dem Einschlafen, nachdem ich ihm das Fernsehprogramm als Lektüre ausdrücklich untersagt habe. Er fragt, regemässig über 24 Stunden verteilt, Sachen wie "Was heisst vehement?" oder "Was bedeutet Belletristik, was privilegiert, prekär, was ist ein Szenario, ein Gleichnis, ein Soziologe?"
"Und was ist", fragt der Wolf inspiriert, "der Unterschied zwischen einem Virus und Bakterien, wie gross sind die und woraus werden eigentlich Konfetti gemacht?"
Ich finde das einfach herrlich.
So sind Eltern eben. Man kann es nicht erklären.

Freitag, 13. Februar 2009

räuberisch

Mit einem Mann telefonieren, der Ali Baba heisst. Sich nicht auf das Gespräch (en francais) konzentrieren können, weil: sich ständig ein irres Kichern und die Frage nach den 40 Räubern verkneifen müssen. Das ausgesprochen kindisch finden, aber machtlos dagegen sein. Nun ja.

goodtoknow

rein theoretisch wären wir also ein....

...selbstorganisierendes System:

Selbstorganisation ist das spontane Auftreten neuer, stabiler, effizient erscheinender Strukturen und Verhaltensweisen (Musterbildung) in offenen Systemen. Das sind Systeme, die sich fern vom thermodynamischen Gleichgewicht befinden, die also Energie, Stoffe oder Informationen mit der Außenwelt austauschen. Ein selbstorganisiertes System verändert seine grundlegende Struktur als Funktion seiner Erfahrung und seiner Umwelt. Die interagierenden Teilnehmer handeln nach einfachen Regeln und erschaffen dabei aus Chaos Ordnung, ohne eine Vision von der gesamten Entwicklung haben zu müssen.

nach: Wikipedia

Donnerstag, 12. Februar 2009

kleist er?

Des Wölfchens Frage zur Nacht:

"Wird Fischkleister eigentlich aus Fischen gemacht?"



PhysiologieKnorpelfisch

Sonntag, 8. Februar 2009

cinema, cinema

Als Ausgleich für 2 x Elternsprechstunde in 1 Woche:

poster3

lehrreich!

krah, sagte der rabe

Rabe

...und freute sich über das Abstimmungsergebnis.

...

Bleib
deinem Wort
treu

Es wird
dich nicht
verlassen





Rose Ausländer: Ich zähl die Sterne meiner Worte / Gedichte 1983

Mittwoch, 4. Februar 2009

politfuchs

"Ich glaube, ich werde mal Politiker" sagte heute ein Gast des kleinen Bären beim Muffinsbacken (sie wollen ja heute alle diese Muffins backen, keine Kuchen mehr), jedenfalls: ich glaube es ihm aufs Wort. Der Junge zeigt schon jetzt alle Qualitäten, die für eine steile Politkarriere unabdingbar sind: extremer Ehrgeiz, deutliches Durchsetzungsvermögen, zackige Zielstrebigkeit und ein knurriger Kommandoton. "Ich brauche jetzt die Schokostücke", bellte die Politelite kommender Tage also rechts von unserem Küchentisch und ich stellte mich augenblicklich taub.
"Für welche Partei machst Du denn Karriere?" fragte ich heimtückisch, während er seine Schokolade selber holte und er zuckte die Schultern. "Für die Wirtschaftsfreundliche", sagte er dann, nachdem er eine Weile nachgedacht hatte und nur das Zucken seiner Nasenflügel verriet, dass sein Laufbahnwegweiser regelmässig vom Papa (Wirtschaftsfreundliche), vom Grosspapa (Wirtschaftsfreundliche) und vom Onkel (Wirtschaftsfreundliche) justiert wird. (sowas weiss man eben in einer sehr kleinen Stadt wie unserer.)"Dann werde ich Chef und stelle den Bären in meiner Firma an", doppelte er grosszügig nach. Ich streute ihm sofort einen Esslöffel Salz in seinen Muffinsteig als er kurz zur Seite schaute und holte den Fotoapparat. Es kann nicht schaden, dachte ich, einen künftigen Bundesrat der Wirtschaftsfreundlichen als Elfjährigen beim Schokomuffinsbacken verewigt zu haben. Knips!, machte ich und sah schon die Schlagzeile vor mir: "Mit der grossen Kelle angerührt.. - Ergebnis ungeniessbar"


gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


Simone Buchholz
Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
Doctor Sleep


Paul Auster
Winter Journal

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Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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