Bär (liest aus der Zeitung vor): "Der kleinste Mann der Welt ist gestorben"
Wolf: "Was, Dieter Bohlen?"
Bär: "??"
Chamäleon:"??"
Der Wolf hat verstanden: "Der dümmste Mann der Welt."
chamäleon123 - 17. Mär, 14:16
"(..) Es war die Angst davor, dass ich irgendwann sagen muss: So, jetzt müsst ihr mich einliefern.», erklärt die abtretende SF-Sportredaktorin Regula Späni im "Sonntag". Ihr Alltag als berufstätige Mutter sei zum Teil «chaotisch» gewesen: «Ich war ständig in einem Clinch. Eigentlich sollte ich jetzt an eine Sitzung, eigentlich sollte ich jetzt dieses Mail noch schicken. Auf der anderen Seite die Kinder, die fragen: Wann gehen wir wieder mal in den Wald?»
Ihr Abschied sei auch ein Bekenntnis zu ihrem Ehemann, dem Sportreporter Stefan Bürer. «Ja, natürlich. Er hat mir oft gesagt: 'Komm mal runter'.» Sie wollte immerzu die «Super-Frau» sein. «Ich höre von immer mehr Frauen, die ihren tollen Job aufgeben.»
Ich ja auch.
Aber:
a) warum arbeitet der Sportreporter nicht halbtags und seine Frau auch? Darf er das nicht? Will er das nicht?
b) ist das Modell "Juhui, meine Eltern sind beide berufstätig" gescheitert? Wann gestehen wir uns das ein? Was gibt es für Alternativen?
c) Oh Ihr Kämpferinnen der Frauenbewegung: was sollen wir bloss tun?
chamäleon123 - 15. Mär, 08:58
Der Entschuldigungszettel des kleinen Bären wird morgen so (oder so ähnlich) aussehen.
Liebe Lehrkräfte
Nach einem Restaurantbesuch zwecks Feier eines Chamäleon-Zertifikates für Arbeit 3 fühlte sich der Bär nach dem Genuss von Huhn an Chili-Schokoladensauce am nächsten Morgen so mies, dass er dem Unterricht am Mittwoch fernbleiben musste. Am Abend selbigen Tages stiess er sich den Fuss so heftig an der Mauer, dass er ihn nicht mehr belasten kann. Weil der Liebste, also sein Vater, jeweils tagsüber berufshalber das Auto okkupiert, konnte der Bär mit blauem Fuss keinen einzigen Schritt tun und somit auch keinen Fuss ins Klassenzimmer setzen.
Wir bitten um Nachsicht und grüssen herzlich
Die spinnt, die Familie Chamäleon, werden sie denken. Aber was soll man machen?
chamäleon123 - 10. Mär, 21:58
Der kleine Wolf spielt mit einem Ball.
Und überlegt.
Dann fragt er: "Gäbe es ein grösseres Loch in unserem Dach, wenn dieser Ball aus 5000 Kilometern Höhe drauffallen würde oder wenn ihn ein starker Mann aus einem Helikopter herab, der etwa 20 Meter über unserem Haus schwebt, mit aller Kraft auf unser Dach schleudern würde?"
Augenblicklich geriet ich in Verzückung über diese Frage.
Die Antwort allerdings blieb ich ihm bis jetzt schuldig.
chamäleon123 - 6. Mär, 09:09
Dada! Hugo Ball - Bild: wikipedia
chamäleon123 - 5. Mär, 15:15
Aber ja. Ich knechte den Bären, weil er sein Französischheft dauernd vergisst, nicht Gitarre übt und die Termine für die Schultests verwechselt. Erziehung nenne ich das hochtrabend und lese kluge Bücher darüber. Nur nachts, wenn der Wolf längst schläft und der Bär noch heimlich im Bett liest, frage ich mich: wer erzieht mich? Ich lerne verzweifelt für eine Prüfung bei Arbeit 3, den Anmeldetermin habe ich nachgereicht, weil ich ihn, ups, glatt verschwitzt habe und die Termine für die Prüfung am Montag habe ich zwar irgendwo, aber ich weiss im Moment nicht gerade, wo. Wenigstens habe ich alle übrigen Unterlagen, auch wenn ich sie erst einmal zwei Wochen lang ordnen musste.
Dabei bin ich eigentlich sehr zuverlässig. Ich bin berüchtigt für meine Pünktlichkeit, meistens jedenfalls (falls ich den Autoschlüssel finde und der Liebste rechtzeitig heimkommt) und Termine bei Arbeit 2 und 3 halte ich penibel ein. Ich denke an alle Elternsprechstunden und an die meisten Geburtstage und habe Monate vorher blendende Ideen für Geschenke - auch wenn ich sie dann erst am letzten Tag zwei Minuten vor Ladenschluss kaufe. Gewissenhaft notiere ich Bonmots, Mailadressen und Kennzahlen, um die Zettel schon zwei Stunden später verzweifelt zu suchen, meist vergebens. Ich ordne sogar meine Festplatte - leider löschte ich als erstes irgendeinen Tontreiber, so dass mein PC jetzt stumm bliebt und ich mich täglich 873487mal einen Sekundenbruchteil über meine Unfähigkeit ärgere. Mehrmals im Monat erwäge ich die Kündigung von Arbeit 2 und 3, um in einem etwas speziellen Sabbatical das alte Haus endlich einmal vom Keller bis zum Estrich aufzuräumen. Aber nie bleibt mir Zeit, lieber schreibe ich Blogbeiträge oder raufe mir verzweifelt die Haare, die auch schon wieder geschnitten werden müssten. Die Telefonnummer des Coiffeurs habe ich irgendwo gespeichert. Wo nur?
chamäleon123 - 5. Mär, 10:45
"Was machen eigentlich Oral-Kosaken?" fragte der Bär verblüfft.

chamäleon123 - 4. Mär, 09:37
"Mein Freund, gesund und normal sind nur die gewöhnlichen Herdenmenschen. Die Überlegungen über das nervöse Zeitalter, die Überanstrengung, die Degeneration und dergleichen mehr können ernsthaft nur die beunruhigen, die das Lebensziel im Gegenwärtigen sehen, das heisst, die Herdenmenschen."
Anton Pawlowitsch Tschechow (1860 -1904) : Meistererzählungen - Der schwarze Mönch
chamäleon123 - 4. Mär, 08:23
Wer Magenbrennen hat, schluckt zuviel Unangenehmes und sollte lieber aufbegehren. Wenn der Rücken schmerzt, bürdet man sich einfach viel zuviel auf. Und wer ständig an Kopfweh leidet, muss negative Schwingungen abblocken und den Kopf nicht mehr mit belastenden Gedanken blockieren. So einfach ist das, findet jedenfalls Frau
Hay.
So gesehen wäre ihre Deutung für mein kleines Leiden wahrscheinlich sonnenklar. Wer ständig schwarz sieht, würde sie vielleicht sagen und dabei wissend lächeln, muss sich über rote Augen nicht wundern. Und auch wenn ich trotzig zu Boden schauen würde und für derlei esoterischen Klimbim höchstens eine bissige Antwort bereit hätte - ein wenig gäbe mir die Diagnose ja schon zu denken. Heimlich deute ich meine Symptome nach einem Blick in die Kristallkugel also selber: Wer ausgerechnet an
Konjunktivitis leidet, sollte in seinem Leben vielleicht mal endlich wieder zum Indikativ übergehen
chamäleon123 - 23. Feb, 14:56
Früher: einen schulfreien Nachmittag schwarz im Kalender anstreichen: Kleider kaufen! - das Frustgebrüll des Bären erdulden und gleichzeitig die Kaufliste des kleinen Wolfes um zwei Drittel kürzen - wilde Drohungen ausstossen und den Bären mit Klammergriff ins schwedische Kleidergeschäft bugsieren und, kaum drinnen, den Wolf von den teureren Modellen mit Glitzereffekt hin zu den praktischen und haltbaren Jeans zerren - den Wutanfall des Bären beim dritten Sweatshirt, das er zwecks simulierter Anprobe an den Körper halten muss, mit der Verheissung aufs Mittagessen im Hamburgerladen rauszögern - ein T-Shirt für den Bären und vier Pullis, zwei Hosen und sieben Accessoires für den Wolf seufzend bezahlen - zu Hause erschöpft aufs Bett fallen.
Heute: Sushi essen - Zwischenhalt in Game- und Buchladen - im schwedischen Kleiderladen nach harmonischem Preisvergleich und an-den-Körper-halten je ein Paar Hosen, zwei Sweatshirts, drei T-Shirts und eine Jacke für Wolf und Bär kaufen - etwas trinken gehen - zu Hause die Kleider an sich geckenhaft vor dem Spiegel drehenden Wolf und Bär bewundern - sich entspannt auf dem Sofa zurücklehnen
chamäleon123 - 19. Feb, 20:22