Freitag, 30. September 2011

hells bells

Vielleicht lesen ja hier noch immer ab und zu lebenskluge pädagogisch geschulte Personen mit und beschenken uns mal mit einem Rat für die schulische Zukunft des Bären. Wir wissen nämlich keinen mehr. Um es vorauszuschicken: wir geben uns Mühe. Wir erklären Mathe, fragen nach den Noten, loben und rügen, fragen Franz- und Englischwörter ab, strafen, helfen beim Ausdruck von Geschichtstabellen und Geografiebildern, auch nachts um elf, belohnen, kontrollieren täglich das Aufgabenheft und packen mit dem Bären jeden Tag die neue Schultasche. Wir rufen die Lehrkräfte an, offenbaren uns bei Sitzungen mit Schulpsychologen , machen alle vorgeschlagenen Abklärungen bei allen möglichen Psychologinnen und anderen Fachleuten seit der zweiten Primarschulklasse gehorsam mit und freuen uns, dass der Bär nun auch amtlich besiegelt weder ein Autist ist, noch ein ADHS- oder irgendein anderes Syndrom hat. Und schliesslich hat's der Bär, ein an sich kluges und einsichtiges grosses Kind, auch geschafft, sich wieder in die höhere Schulstufe raufzulernen.

Nur: die Schulsprechstunden sind ein Greuel. Niemand weiss auch nur ein Fitzelchen Positives über den brummigen und offenbar beharrlich raubtierhaften Bären zu berichten. Es ist so, dass er in der Schule einvöllig anderer Bär ist als zuhause und gar keine guten Eigenschaften zu haben scheint. Jedenfalls: Der Missmut der Lehrkraft ist verständlich. Der Bär führt mit seinem Freund die Klassenstrafpunkteliste mit einem Vorsprung von 15 Punkten an. Sein Pult ist ein Chaos. Wirklich. Seine Hefte auch. Sein Hirn wahrscheinlich auch, temporär. Er döst in der hinteren Reihe, vergeigt Tests weil er nicht sicher ist, welchen Stoff er lernen muss und wo seine Blätter sind. Macht hervorragende und katastrophale Noten im Wechsel. Hört nicht zu. Verschlampt Hausaufgaben, schreibt Arbeiten nicht auf, vergisst Füller und Zirkel und klebt kein einziges Blatt ohne elternpolizeiliche Vorladung ins Heft.

Wir predigen. Loben. Brüllen. Helfen. Ringen die Hände und weinen. Lesen Fachbücher und suchen nach Adressen von Lernfachleuten oder Leistungsungsverweigerungsspezialistinnen. Lächeln geduldig zu wohlmeinenden Ratschlägen von Leuten, die denken, wir seien Anfänger im Schulunterstützungsmetier. Ärgern uns schwarz über die hartnäckige Renitenz des Bären. Schweigen. Erzählen es niemandem mehr, weil die meisten bloss sagen: dranbleiben! Oder: konsequent sein! Wachen morgens um drei auf und sehen angstvoll den Bären ohne Schulabschluss sein Leben fristen, als Hilfskraft bei jkuhwde oder ganz ohne Arbeit. Unglücklich. Frustriert. Deprimiert und zusammengestaucht durch die ständigen Tiraden von Eltern und Lehrkräften.

Wir möchten ihm helfen und ihn wachrütteln. Ihn zusammenstauchen, weil ers einfach nicht einsieht. Und beschämt erinnern wir uns an unsrere eigene Schulrenitenz und verstehen insgeheim, wenn der Bär sagt: Schule ist die Hölle.

Dienstag, 20. September 2011

tut mir weh

Der Bär hört jetzt Rammstein . Und ich bemühe mich, ordentlich schockiert zu sein. Man soll eben bei heranwachsenden Raubtieren auch musikmässig nicht immer alles ganz ok finden, sondern sich regelmässig auch mal ein wenig empören, unbedingt! Ich muss die ja nicht ganz und gar verstehen, diese Texte und diese plakative Provokation, und solange Frau Roche auf den Bestsellerlisten herumkrakeelt, kann ich sowieso keine vernünftigen Argumente gegen die Neue Deutsche Härte in Songtexten vorbringen.
Nur beim kleinen Wolf habe ich flugs den Internetfilter etwas angepasst, seit er sich ebenfalls Rammstein-Clips zu Gemüte führt. Er soll sich etwas eigenes zum Provozieren suchen. Später.

Montag, 19. September 2011

by the way

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mehr hier .

sunday top 3

3. Tomatensuppe
soup

2. Alice
zu_viel_glueck

1. Milk
milk

Freitag, 16. September 2011

müde bin ich, geh zur ruh..

Ja also. ich würde gerne regelmässiger schreiben hier, aber ich bin einfach so furchtbar müde. Nicht immer,noch klemme ich mich ja regelmässig hinter Arbeit 1 und Arbeit 2, das hört trotz aller Veränderungen nicht einfach so auf. Aber nachmittags, du meine Güte! Gerade noch so kann ich die Raubtiere füttern und Befehle flüstern, damit sie nach dem Essen das Chaos in der Küche beseitigen, dann sinke ich ermattet auf die Couch und schlafe augenblicklich ein. Glücklicherweise weckt mich der iWächter neben meinem Ohr nach 20 Minuten - ich würde sonst glatt den ganzen Nachmittag verschlafen. Ist das Herbstmüdigkeit? Das Alter? Noch normal? Die Zukunftsangst, die mich lähmt? Ich habe keine Ahnung und trinke Kaffee, esse Obst und Gemüse, treibe Sport und was sonst noch so empfohlen wird. Nützt nichts. Vermutlich will mein Körper einen Winterschlaf und vorher noch lecker Nüsse knabbern - nix da, Körper, belle ich im Befehlston und fixiere den Wäscheberg, das Unkraut im Garten, die vier dringlichen Dossiers und den Staubsauger.
Keine Chance.
Ich schleppe mich durch die Nachmittage, blättere lustlos in den Dossiers und erledige mal ein, zwei Seitchen. Klaube ein paar Socken zusammen. Gähne. Nehme die Couch ins Visier.
Nur fünf Minütchen....
tired

Freitag, 26. August 2011

manierismen

Man sagt ja jetzt nicht mehr "ööhm" oder "ähm", wenn einem mitten im angeregten Gespräch ein Name oder ein Begriff gerade mal so entfallen ist. Die Frau und der Herr von Welt sagen "aaahm.". Englisch, you know. Das fällt in dieselbe Kategorie wie das in leicht aufsteigendem Ton gesungene "okaaay", das jeden Worthappen des Gegenübers untermalt. Will heissen: ich höre aufmerksam zu, okaay? Auch wenn das, was der Herr, aaaahm, Meierhofer gerade erzählt, mich nicht so, aahm, interessiert, ehrlich gesagt. Aber ich bin eben nett. Aaahmen.

Dienstag, 9. August 2011

Eulen und Uhus

"Sagst Du mir denn gar nicht mehr guten Morgen?" necke ich den grossen Bären.
"Ich wusste ja nicht, dass Du schon wach bist." antwortet er schlaftrunken - um zwei Uhr nachmittags.

Montag, 8. August 2011

Glücklicherweise...

...haben wir gar kein Aktienportfolio.

Sonntag, 7. August 2011

move it!

11.00 Uhr: Die Gastronomin ruft an und schlägt eine Bergtour vor. Hm, also ein Bergtürchen, eher, zwei Familien mit am Anfang der Tour extrem mürrischen Teenagern so anderthalb Stunden steil rauf, dann Most und Speckteller in der SAC-Hütte, Teenager spätestens jetzt fröhlich, Aussicht über die Heimat und runter. Ich: lesend im Bett. Der Liebste sagt, ich würde zurückrufen.
11.10 Beratung: Wolf: Ja okaaay. Bär: Igitt, nicht schon wieder wandern (letztesmal ist 2 Monate her, mindestens). Wolf: Ja, wandern ist voll Mist, ich will nicht. Liebster: ächz, seufz, keine Ahnung. Ich: schimpfen_pyradonis
11.20 Telefon an die Gastronomin: Entscheidung fiel 2:1 bei einer grummelnden Enthaltung, wir kommen nicht mit.
11.21 Ich: Turnschuhe, Velohelm - für demonstratives Sonntagsvelofahren. Packe ein Buch ein und stelle mir vor, wie ich in Ruhe ein Stündchen fahre und dann auf einer Bank ein Stündchen lese. Erwäge als Proviant ein Fläschchen Sekt.
11.22 Bär: Ich komme mit.
11.23 Wolf: Jammer, stöhn. Ich: seufz (kein Buch, kein Sekt)
11.24 Ich: Und tschüss! (Bär steht, zwar ohne Helm, aber Wowh! tatsächlich draussen mit Fahrrad bereit)
11.25 Liebster & Wolf: Wo geht denn ihr hin? Wir wollen auch mit...
11.45 Familienausflug mit Fahrrad, so anderthalb Stunden auf und ab, mit Geplänkel und ohne Speckteller.


gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


Simone Buchholz
Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
Doctor Sleep


Paul Auster
Winter Journal

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Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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