Donnerstag, 4. August 2011

ausschlafen.

Top twelve of early morning sounds - Anfang August 2011:

1. Rotkehlchen 5.20 Uhr
2. erste Lastwagen und Autos auf der Kantonsstrasse 5.25 Uhr
3. Amsel 5.45 Uhr
4. Kirchenglocken, katholische 6.00 Uhr
5. mehr Lastwagen und Autos 6.20 Uhr
6. Presslufthammer von links, 30 Meter entfernt: Renovationsarbeiten am Schulhaus 8.00 Uhr
7. Meisselgeräusche von Fassadenrenovation vier Häuser weiter 8.02 Uhr
8. Nachbar wischt Vorplatz 8.04 Uhr
9. Beginn des Schlittenhundeheulchors drei Häuser weiter 8.06 Uhr
10. Dachabdichtung mit zischendem Flammgerät, Neubau, 100 Meter Luftlinie: 8.07 Uhr
11. Zeterndes Chamäleon 8.08 Uhr
12. Extra laut mahlende Kaffeemaschine 8.15 Uhr

Mittwoch, 3. August 2011

couldbeworse

Achdumeinegüte. Kaum war man mal ein paar Tage weg, bricht wieder die ganze Ordnung in sich zusammen. Zumindest hier, online. Nix ging mehr, obwohl ich das Passwort ordnungsgemäss einfügte und sogar ein funktionierendes Virenprogramm installiert habe. ich befürchtete Schlimmstes: alles gelöscht, die ganzen Chamäleon-Faseleien nichts mehr als eine weisse Fläche. Vielleicht ist das symbolisch, überlegte ich und meine Paranoia wuchs sprunghaft von null auf 8376 Einheiten an. Zuerst die Kündigung, dann der Blog gelöscht, der Balkon undicht, die Kupplung des Autos im Eimer, die Ölheizung in den allerletzten Zügen - als Nächstes würden vielleicht einzelne Dachbalken zu bröckeln beginnen und ein Brief vom Steueramt mit rückwirkenden Zahlungsaufforderungen im Briefkasten liegen. Jetzt halte ich mich still und mache täglich meine Atemübungen, um nicht ins Hyperventilieren zu geraten.
ant20070124

Samstag, 9. Juli 2011

down and away

fruehling-2011-008

Heuer ist halt wieder südwärts an der Reihe.

Donnerstag, 16. Juni 2011

in einem land nach unserer zeit

Beim Frühstück mit dem kleinen Wolf entworfener Handlungsrahmen für einen möglichen Science-Fiction-Bestseller:

Irgendwann in gar nicht so ferner Zukunft halten es die Menschen für gefährlich und unnötig, mit der Wirklichkeit in realen Kontakt zu treten. Sämtliche Erlebnisse können sie mit Hilfe spezieller Konsolen simulieren. Das Gerät erschafft eine zwar künstliche, aber täuschend echte Welt in Zimmergrösse um einen herum, wie eine Art Blase. Man kann sich also nach Belieben in einen tropischen Dschungel, in eine Grossstadt oder an einen Traumstrand beamen und erlebt dort alles, als wärs das richtige Leben. Auch mit anderen Menschen verkehrt man nur noch in diesen Kunstwelten, ihre Reaktionen kann man dort präzise steuern. Die ganze Menschheit lebt inzwischen nur noch in diesen Blasenwelten. Die ganze Menschheit? Nein! Eine Gruppe unbeugsamer Rebellen schwört der Kunstwelt ab und will sich ein unberechenbares, aber reales Leben ausserhalb der Blasen erkämpfen..

Leider musste er an dieser Stelle zur Schule.

Dienstag, 14. Juni 2011

blitz&donner

Es ist immerhin vier Jahre her, seit ich zum letzten Mal in der Chefetage antraben musste. Es ging um die Kohle, wie meist. Mein berufliches Selbstwertgefühl wurde an diesem Gespräch auf das Mass einer weiblichen Mikrobe zurechtgedonnert. Die Aufbauarbeit bis zur normalen Chamäleongrösse war - nun, davon kann ja Ernst mal mit seinem süffisanten Grinsen berichten.
Jetzt hat mich wieder ein Aufgebot ereilt, überbracht von einem schwarzgekleideten Boten mit Henkersmaske, ohne Vorwarnung. Logisch, dass mir da gar nix Gutes schwant. Obwohl in der momentanen Situation "Gutes" ein ausgesprochen relativer Begriff ist, aber das sei nur am Rande erwähnt. Mich gesprächstechnisch auf das "Gespräch" genannte Prozedere vorzubereiten, hat keinen Sinn. Ich bin zwar des geschriebenen Wortes mächtig - wenns aber ums Reden geht, bin ich bekanntlich ein ziemlich hoffnungsloser Fall. Was ich eigentlich souverän, locker und eloquent sagen - oder rufen möchte, kommt mir erst 2349857987 Minuten nach dem Gespräch in den Sinn. Dann immerhin perfekt formuliert und ohne Stammeln vorgetragen. Aufrecht und mutig, tough und ... es ist also sinnlos, zu üben, mir Argumente zurechtzulegen und den knallharten Konter aus der linken Flanke vorher zu trainieren.
Vielleicht werde ich im Vorfeld etwas Montaigne lesen, um gelassen zu bleiben. Und das letzte Gespräch geistig nochmals Revue passieren lassen - als eine Art Impfung mit bösen bösen Mikrobendingens, um das emotionale Immunsystem zu stärken. Möglich, dass sich dann der Scheff zum Abschluss noch ein bisschen ärgert, wenn ich seine Botschaft mit einem milden Lächeln entgegennehme statt mit hysterischem Händeringen.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Lol - hdmfmfmfg! <3

Es kommt jetzt die Zeit, in der wir ganz einfach nur peinlich sind,der Liebste und ich. Besser gesagt - wir stecken schon mittendrin. Obwohl wir finden, wir seien gar nicht sooooo alt (Liebster) und irgendwie total interessiert an der Jugendkultur und so (ich) - wir sind ganz einfach so was von peinlich, sobald wir uns mit Wolf und Bär in der Öffentlichkeit bewegen. Das brennt natürlich wie ein Dorn in sämtlichen Eltern-Achillesfersen - wir meinen's schliesslich gut und wollen nur das Beste, zudem ist es noch gar nicht lange her, seit sie sich kreischend an unsere Beine geklammert haben, kaum habe wir ihnen den Rücken gekehrt.
Und jetzt das. S e i s t i l l! zischt der Wolf mir zwischen den Zähnen hervor zu, als ich ihm in einem Wartezimmer aus einem coolen Artikel über Jugendsprache vorlesen will. Ich bin sowas von interessiert und meine es nur gut. Aber: Wir sollen LOL nicht witzig finden und cool sagen nur noch alte Menschen. Nie fühlt man sich älter, als wenn einem der jüngere Sohn sowas zuzischt. Ausser vielleicht,wenn er fragt, ob es schon Fernseher gegeben habe, als wir Kinder waren.
Ja. Und wir fanden "Lassie" cool. LOL!

Dienstag, 7. Juni 2011

empathy 2.0

Fast habe ich keine Zeit zum Schreiben, denn ich muss nahezu hauptberuflich die Termine des kleinen Wolfes koordinieren: Physiotherapie, Röntgenuntersuchung, Besprechung beim Orthopäden. Der Arme hat sich den Arm gebrochen - ein Sturz vom Fahrrad und ein unglücklicher Zusammenstoss mit einem Brückengeländer. Jetzt trägt er ein flauschiges Ortho-Gilet und das ist nicht das einzige Fremdwort, das der kleine Wolf in diesen Tagen und Wochen lernen durfte. Er kann jetzt: Oberarmluxation, Humerusfraktur, Epiphysenfuge, Physiotherapie, Kirschnerdrähte.
Bereits kann er einhändig essen und computerspielen, nur bei den Hausaufgaben oder ähnlichen Verrichtungen bekundet er ab und zu Mühe. Leider ist vorläufig nix mehr mit Trampolinspringen oder Holzschwertkämpfen, er hofft aber auf drahtlose Ferien am Meer. Wir auch. Der kleine Wolf ist sehr tapfer, aber Fahrrad fahren, sagt er, will er ganz bestimmt nie mehr.
Ganz nebenbei hat er ausserdem den generell eher unterschätzten Wert der Empathie schätzen gelernt. Der Wolf unterscheidet die Menschen jetzt in drei Gruppen: jene, die mitfühlend fragen, was ihm denn passiert sei, wie lange er denn noch in diesem Verband undsoweiter und aufmunternd ojeh, du Armer, das wird bald wieder gut murmeln. Solche, die zwar fragen, was er da habe, die Antwort aber als Stichwort für haarsträubende Schilderungen eigener Erfahrungen mit schrecklichen Brüchen und fürchterlichen Komplikationen verstehen. Und solche, die kein Wort über das temporäre Handycap des kleinen Wolfes verlieren.

Donnerstag, 12. Mai 2011

übles erbe

"Jetzt geht es mit der Welt zu Ende", sagte der Bär traurig heute morgen nach der Nachricht über das Erdbeben in Spanien.


gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


Simone Buchholz
Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
Doctor Sleep


Paul Auster
Winter Journal

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Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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(...)
aaaargh!
aha!
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Erkenntnisse
gelesen
getting older
HAHA!
moviestar
oh, my love
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