Mittwoch, 5. März 2008

Tag der Managerfrau

Um mich tagtäglich mit Arbeit 2 selber zu verwirklichen, vernachlässige ich sträflich unter anderem die Löcher in den Hosen von Wolf und Bär und lasse mich ab und zu - ungern zwar - von Bärenfreunden fragen "Warum ist es bei euch immer so unordentlich?" . Da ist es doch beruhigend zu lesen, dass man getrost auf den eitlen Drang zur beruflichen Nabelschau verzichten könnte und trotzdem glücklich und zufrieden wäre. Vorausgesetzt, der Liebste hätte monatlich lediglich eine Null mehr auf dem Lohnausweis:

Dennoch ist die Teilnahme am Arbeitsmarkt keine Voraussetzung fürs Lebensglück. Vor gut zehn Jahren befasste sich die Soziologin Tomke König mit den nicht berufstätigen Gattinnen von Topmanagern. Gegen ihre eigenen Erwartungen traf die Soziologin auf selbstbewusste Frauen, die sich mit den Aufgaben eines standesgemässen Haushalts sehr wohl zufriedengaben. Ausserdem genossen sie ihre prächtigen Häuser und Gärten. Von einer stillen Resignation in der finanziellen Abhängigkeit sei wenig zu spüren gewesen, erzählt König. «Die Managerfrauen haben mich eines Besseren belehrt.»
Basler Zeitung vom 3. März 2008

biegsam

Überhaupt scheint sich Flexibilität in jeder Hinsicht zu einer der grössten scheinbaren Tugenden der modernen Zeit zu entwickeln.

Dienstag, 4. März 2008

1x24=127341

Chancengleichheit! Disziplin!rufen die Lehrkräfte und verteidigen mit scharfkantigen Linealen den Sinn von Hausaufgaben. Die Kinder, gurren sie, sollen zu Hause in entspannter Lernumgebung das in der Schule erworbene Wissen vertiefen. Misthusi! knurrt der Bär beim Heimkommen.
Wir üben 45 Minuten Französisch. In entspannter Ambiance.
Blöde Hausaufgaben! bellt der Wolf, als er zur Türe reinkommt.
Er und ich lesen fünf Mal die Geschichte von Hansli dem Osterhasen. Das heisst: er liest. Ich höre entspannt zu. Und rechne in Gedanken bereits mal Seite 23 aus dem Rechenbuch vor.
Glücklicherweise ruht Arbeit 2 derweil geduldig. Ich bin schliesslich flexibel. Arbeit 1 läuft sowieso seit Jahren so nebenher. Und abends um halb neun raufe ich mir die Haare: Was habe ich bloss den ganzen Tag gemacht? frage ich mein Spiegelbild. Das schweigt beharrlich.

Sonntag, 2. März 2008

Die Antworten:

Nach ausgedehnten Recherchen - die Antworten:
  • Wahrscheinlich eine überstürzte Hyperaktivitäts-Diagnose und strenge Erziehungsberaterinnen: die drei wurden von ihren Eltern zu Onkel Donald verbannt, nachdem sie ihrem Papa einen Streich mit Feuerwerk gespielt haben (wirklich wahr!)
  • Man lässt sich in beiden Fällen nichts anmerken und sagt bloss gelangweilt: "Ah. Nett. Das Bad."
  • Wegen doofen Sprichwörtern wie "Morgenstund hat Gold im Mund" oder "Müssigggang ist aller Laster Anfang". Pha. Konventionen.
  • Das ist gelogen. Damit wollen die nur Eindruck schinden. In Wirklichkeit schauen sie am liebsten "Frauentausch" auf Super RTL.
  • Das ist mir ein Rätsel.
  • Zweifellos.
  • Natürlich beides. Obwohl man auch dumm und zufrieden oder sehr klug und ständig unzufrieden sein kann.
  • Weil Neugierde durchaus eine Tugend ist.
  • Neeeiin!
  • Selbstverständlich. Aber man soll nicht übertreiben.
  • Nieder mit der Prestigehatz! Obwohl: Unabhängigkeit ist ja manchmal soo anstrengend!
  • Aber ja.

Dienstag, 26. Februar 2008

Fragen, die das Leben stellt:

  • Wo sind eigentlich die Eltern von Tick, Trick und Track?
  • Wann sagt man "Oh, ein Jacuzzi!" und wann "Ah, ein Whirlpool."
  • Warum bestimmen die Frühaufsteher das Tempo der Welt?
  • Warum lesen alle Kontaktanzeigenaufgeber plötzlich gerne mal "ein gutes Buch"?
  • Und wer liest denn all die Schlechten?
  • Ist Segeln nicht eigentlich langweilig?
  • Was ist wichtiger: Wissen oder Zufriedenheit?
  • Warum?
  • Soll man alles verzeihen?
  • Ist Höflichkeit eine Zier?
  • Was wiegt schwerer: Prestige oder Unabhängigkeit?
  • Wirklich?

Samstag, 23. Februar 2008

Farbe in den Alltag

Geht man beschwingt und mit akkurat geschnittenen und jugendlich gefärbtem Haupthaar durchs Einkaufszentrum und erntet augenfällig viele Blicke...


ohr

...liegts nicht am professionell abgedeckten Grauhaar oder dem trendigen Haarschnitt oder gar der beschwingten Erscheinung von Frau Chamäleon - sondern möglicherweise an vom Gwafför liederlich übersehenen grossen Batzen dunkelbrauner Farbe in den Ohren!

Freitag, 22. Februar 2008

Hals mal

Auch wenn man den Hals tatsächlich auch buchstäblich häufig viel zu voll nimmt, gerät einem ab und zu doch etwas gehörig in den falschen Hals. Als ob man nicht schon genug am Hals hätte.
nilpfi

Mittwoch, 20. Februar 2008

We are family

Demnächst werden wir nicht nur endlich das Dach des alten Hauses isolieren, sondern auch 21 neue Fenster und ein Nintendo Wii kaufen. Und sehr viele Sachen für die Armen. Denn der Wolf will jetzt noch besser rechnen lernen, damit er mir endlich beibringen kann, wie man beim Online-Lottospielen 24 Millionen gewinnt. Hat er selber gesagt.

Dienstag, 12. Februar 2008

...

...jaja, ich weiss. Aber heutzutage geht rein gar nichts mehr ohne Promis, die übrigens neuerdings Celebrities heissen.

gränni-Verleihung

Die drei unsexiesten Männer, die mir spontan so in den Sinn kommen:
  1. Christoph Mörgeli
  2. George W. Bush
  3. James Blunt
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gelesen:


Michael Robotham
Sag, es tut dir leid


Simone Buchholz
Bullenpeitsche


John Williams
Stoner


Stephen King
Doctor Sleep


Paul Auster
Winter Journal

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Featuring:

Das CHAMÄLEON wechselt natürlich ständig die Farbe. Es läuft öfters rot an vor Wut wenn es wieder einmal an allem schuld sein soll, wird höchstens gelb vor Neid wenn es Reiseberichten anderer Leute zuhört oder ist ab und zu blau, weil es immer mal wieder die Luft anhalten soll. Der KLEINE BÄR ist mittlerweile gar nicht mehr sooo klein und muss derzeit hauptsächlich mit List und allerlei Tücke von seinem Nintendo Wii weg und zu den übrigen Freuden des Lebens hingeführt werden. Er verbringt gerne viel Zeit in seiner kuschligen Bärenhöhle und hält Schule für eine schlimme Verschwendung seiner Zeit. Der Bär ist von sanftem Charakter, aber ausserdordentlich eigensinnig. Und manchmal brummt er gehörig. Der KLEINE WOLF ist für jede Aktivität zu haben - ausser manchmal für Geschirrspülmaschine ausräumen. Er legt gerne weite Strecken zurück, auch in Wander- oder Schlittschuhen - und jagt unermüdlich nach süssem Naschwerk. Ab und zu knurrt er grimmig, heult wild und zeigt die Zähne. Macht aber gar nichts. Der LIEBSTE schliesslich ist eben einfach der Liebste. Meistens jedenfalls. Ferner wären da noch das überaus treue SCHLECHTE GEWISSEN. Und natürlich ERNST...

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