gelesen
Fast trau ich mich nicht mehr in die 9 Uhr 14 S-Bahn, in der ich seit ein paar Tagen ungewohnt regelmässig zu Arbeit 3 und 4 fahre. Gestern kicherte ich die ganze Streckse glucksend beim Lesen von diesem

. Eine junge Mutter rückte den Kinderwagen unwillkürlich etwas von mir weg und zwei Jungs mit Baggy-Jeans warfen mir scheele Blicke zu. Heute lachte ich alle anderthalb Seiten laut über dieses köstliche hier

und lächelte so beseelt beim Aussteigen, dass die Leute vor mir zurückwichen und ich das erste Mal den Bus um 9 Uhr 47 pünktlich erreichte.
chamäleon123 - 27. Jan, 21:25
Sind sich eigentlich Harry Rowohlt und Niklaus Meienberg je begegnet?
Gerne wäre ich dabeigewesen.
chamäleon123 - 26. Jan, 21:52
Der Samstag ist meistens so ein Tag,
den der Vater nicht leiden mag.
Es wirbelt der Staub, der Besen schwirrt,
Man irrt umher und wird verwirrt. -
Wilhelm Busch: Tobias Knopp
chamäleon123 - 3. Jan, 17:55
chamäleon123 - 27. Dez, 11:28
"Jetzt wird die Sturheit ja schwarz angestrichen, das ist schade. Alle sind jetzt flexibel. Aber säbi Zit war das eine Qualität, gäll, die Sturheit. Haltung ist das. Man war mit dem Hergebrachten verbunden. Man war verbunden mit der vergangenen Zeit, so sehe ich das. Das ist ein Halt, wenn man weiss, dass es vor einem auch schon ein paar recht gemacht haben."
der Metzger Hans Meister, damals 92jährig, im Buch seiner Enkelin Susanna Schwager "Fleisch und Blut"
chamäleon123 - 21. Dez, 18:46
"Die entscheidende Frage ist die nach der Lebbarkeit des Unglücklichseins, vorausgesetzt, die Lebbarkeit erscheint wünschbar. Sie hängt ab von der Möglichkeit einer Befreundung mit der Melancholie, die sowohl den pragmatischen Bedürfnissen des Menschen als auch seiner unpragmatischen Melancholie rechnung trägt. Zeiten des Selbst und Zeiten der Melancholie wären festzulegen: Zeiten des Selbst, in denen der Pragmatik und Gewöhnlichkeit des Alltags nachzukommen ist, schon um dem endlosen Grübeln mal Pausen zu gewähren, und Zeiten der Melancholie, die nur ihr gehören, mit Gewohnheiten, in deren Umfeld sie eingebettet und gepflegt werden kann. (..)
Das Quälende, Selbstzerstörerische der Melancholie lässt sich mildern, wenn das Selbst sich um ein pragmatisches Arrangement für seine romantische Melancholie bemüht. Auch das Unglücklichsein wird somit zu einem Bestandteil des Glücks und bestärkt dessen Nachhaltigkeit. "
Wilhelm Schmid: Glück – Alles was Sie darüber wissen müssen und warum es nicht das Wichtigste im Leben ist.
chamäleon123 - 19. Dez, 08:08
Er fährt durch das Tal hinunter und befiehlt allen Pflanzen, sich zu beugen, den Gräsern, den Weidenröschen, den Brennesseln, den Schafgarben, den Sauerampfern, den Margeriten und Butterblumen, den Kerben und Disteln, und alle gehorchen, eifrig bemüht geradezu, und je höher die Pflanzen, desto tiefer verneigen sie sich, dem Talausgang zu. Gelassener nimmt es das niedere Volk, die Kleeblumen in Bodennähe wackeln ein bisschen mit den Köpfen, das soll genügen als Referenz, und der Thymian krallt sich wie immer am Boden fest und weiss von nichts.
Es wird regnen
aus
Franz Hohler: Das Ende eines ganz normalen Tages
chamäleon123 - 18. Nov, 06:36
"
Glücklichsein würde dort anfangen, wo man sich auf die Spur dessen begibt, was einen eigentlich selber ausmacht."
Kinderpsychiater und Krimiautor ("Die Süsse des Lebens") Paulus Hochgatterer im
Interview mit dem Online-Jugendmagazin fm5
chamäleon123 - 21. Mär, 08:35
Falls ich das hier noch nirgendwo festgehalten habe:
Paulo Coelhos Bücher finde ich wirklich wirklich schrecklich.
chamäleon123 - 5. Dez, 20:57
(..)
Zum Werke, das wir ernst bereiten,
Geziemt sich wohl ein ernstes Wort;
Wenn gute Reden sie begleiten,
Dann fließt die Arbeit munter fort.
So laßt uns jetzt mit Fleiß betrachten,
Was durch die schwache Kraft entspringt,
Den schlechten Mann muß man verachten,
Der nie bedacht, was er vollbringt.
Das ist's ja, was den Menschen zieret,
Und dazu ward ihm der Verstand,
Daß er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand.
(..)
Schiller: Das Lied von der Glocke
chamäleon123 - 31. Okt, 20:52